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Medienhinweis: „Segmenttransport bei chronischer Osteomyelitis“

TV-Beitrag („Visite“/NDR) vom 07.05.2019 mit Dr. Ulf-Joachim Gerlach

Als sich der Patient Markus Gerhardt als Folge eines Unfalls in der Jugend mit einer chronischen Osteomyelitis im linken Unterschenkel an die septische Unfallchirurgie des BG Klinikum Hamburg (BGKH) wendet, hat er die Hoffnung auf Erhalt des Beines schon fast aufgegeben - nach diversen Operationen und immer wiederkehrenden Entzündungen rund um das verletzte Knochengewebe haben ihm die meisten Ärzte zu einer Amputation geraten.

Dr. Ulf-Joachim Gerlach, Chefarzt der SUO am BGKH, sieht noch einen anderen Weg. Er informiert den Patienten über die Möglichkeit, das Bein mittels eines neuen Operationsverfahrens zu erhalten, bei dem ein sogenannter externer Fixateur, der nur über dünne Drähte mit dem Knochen verbunden ist, den Bruch von außen stabilisiert. Der Vorteil bei diesem Operationsverfahren im Gegensatz zu klassischen Methoden (geschraubte oder geschiente Knochen) ist, dass sich rund um das Knochengewebe so gut wie kein Fremdmaterial befindet, welches eine Anlagerungen von Keimen begünstigen könnte. Für Markus Gerhardt stellt dieses Verfahren eine völlig neue Perspektive dar, denn sämtliche Ärzte und Pflegekräfte des BGKH zeigen sich zuversichtlich, woraufhin er sich von Dr. Gerlach erneut operieren lässt.

Nach dem Entfernen des infizierten Knochengewebes und dem Ausheilen der Entzündung beginnt der sogenannte Segmenttransport. Dabei durchtrennt der Operateur zunächst den gesunden Knochen mit einem Meißel und verbindet die zwei Knochenenden durch einen Draht. Die Idee: Während des natürlichen Zusammenwachsens an der Bruchstelle werden beide Knochenteile ganz langsam auseinandergezogen, damit sich dazwischen neuer Knochen bildet. Über Stellschrauben am externen Fixateur können Erkrankte den Abstand der Knochenteile selbst regulieren. Entscheidend ist der kontinuierliche Dehnungsreiz. Damit der Knochen jeden Tag einen Millimeter wächst, werden die Schrauben vier Mal am Tag um 90 Grad weitergedreht. Ist die gewünschte Länge erreicht, wird der Fixateur wieder entfernt.

Ein Redaktionsteam des NDR hat Markus Gerhardt und seinen behandelnden Arzt Dr. Gerlach mit der Kamera begleitet und stellt im TV-Beitrag anschaulich dar, wie sich durch neue OP-Verfahren scheinbar unausweichliche Amputationen in vielen Fällen doch noch vermeiden lassen.

Den „Visite“-Beitrag finden Sie in der NDR-Mediathek.

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