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Aktionswoche „Alkohol? Weniger ist besser!“

BG Klinikum Hamburg informiert Mitarbeiter*innen über die Gefahren übermäßigen Alkoholkonsums

Rund 7,3 Millionen Menschen in Deutschland trinken regelmäßig zu viel Alkohol – und riskieren Organschäden bis hin zu Krebs. Die bundesweite Aktionswoche Alkohol will sie nachdenklich machen. Vom 18. bis 26. Mai informieren deshalb bundesweit tausende Veranstalter, darunter auch das BG Klinikum Hamburg, über die Risiken durch Alkohol. Ihre Botschaft: Alkohol? Weniger ist besser!

Im Rahmen eines Aktionstages bot das BGKH seinen Mitarbeiter*innen am 21. Mai die Möglichkeit, sich über die Gefahren regelmäßigen Alkoholkonsums zu informieren und sich über den eigenen Konsum Gedanken zu machen. Neben Infoständen mit Selbsttest-Angeboten stand für die Beschäftigten des Klinikums eine Saft-Bar mit alkoholfreien Cocktails und Rezeptvorschlägen bereit.

Eine Auswahl frischer alkoholfreier Cocktails stand für die Mitarbeiter des BGKH am Infostand bereit.

„Dadurch, dass Alkohol gesellschaftlich etabliert ist und für viele Menschen im Lebensalltag „dazugehört“, werden die Gefahren langjährigen oder übermäßigen Alkoholkonsums oft unterschätzt“, erklärt Frank Ladwig, Suchtberater am BGKH, und führt aus:„ Die wenigsten machen sich klar, dass Alkohol ein Zellgift ist, das immer wirkt. Er schädigt Organe, allen voran Leber und Bauchspeicheldrüse und zählt zu den „Top Ten“ der Stoffe, die Krebs auslösen. Darüber hinaus greift Alkohol Zellen im Gehirn, im Nervensystem und im Herzkreislauf-System an. Den Aktionstag möchten wir nutzen, Kolleginnen und Kollegen über die Folgen von Alkoholkonsum zu informieren, ohne dabei mit erhobenem Zeigefinger zu belehren.“

„Zur Beratung kommt der Betroffene meist sehr spät“, berichtet Frank Ladwig, „deshalb wollen wir unsere Kolleginnen und Kollegen mit dieser Aktion für das Thema Sucht generell sensibilisieren, nicht nur Betroffene, sondern auch deren Freunde und Angehörige. Es ist wichtig, deutlich zu machen, dass Alkoholsucht eine anerkannte Krankheit ist und nichts mit Willensschwäche zu tun hat.“ So könne es prinzipiell jeden treffen, der versucht, Stress oder andere Probleme auf ungesunde Art zu kompensieren.

Die Wege, die aus der Alkoholsucht helfen, sind unterschiedlich: In einer Therapie geht es darum, herauszufinden, warum der Abhängige auf das Suchtmittel zurückgreift und Handlungsalternativen zu entwickeln. „Der Betroffene muss in die Selbstaufmerksamkeit kommen“, so Ladwig. Dieser Weg der eigenen Reflexion ist individuell. Dabei können auch Hausärzte, kollegiale Suchtberater bei der Arbeit oder Selbsthilfegruppen erste Anlaufpunkte bieten. Über regionale Unterstützung können sich Betroffene zudem über das Suchthilfeverzeichnis der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen e.V. informieren.

Organisatorin der Aktionswoche Alkohol ist die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (DHS). Bereits zum siebten Mal setzt sie mit dieser Präventionskampagne auf breites bürgerschaftliches Engagement. Marlene Mortler, Drogenbeauftragte der Bundesregierung, ist Schirmherrin der Aktionswoche Alkohol.

Weitere Informationen finden Sie unter www.aktionswoche-alkohol.de.

  Kommissarische Leitung

Dr. jur. Hubert Erhard

Unternehmenskommunikation und Marketing

  040 7306-1821   040 7306-2305 h.erhard@bgk-hamburg.de